
Int. Kaiserwinkl Open 2026 mit Teilnehmerrekord
26. April 2026
Kaderlehrgang Zweikampf im Leistungszentrum Tirol
10. Mai 2026Ein beeindruckendes Ausrufezeichen setzten unsere SportlerInnen beim Weltranglistenwochenende in London. Bei den beiden hochkarätigen Turnieren – den London Open sowie dem President’s Cup – zeigten unsere vier Youngsters bei ihrem allerersten Weltranglistenturnier sowie Routinier Martin starke Leistungen.
Tag 1 – London Open
Trotz einer teilweise unglücklichen Auslosung schlugen sich unsere vier Starterinnen hervorragend und zeigten, dass sie punktemäßig bereits den Anschluss an die internationale Konkurrenz geschafft haben.
Für Amelie Schaller begann das Turnier besonders unglücklich: Kurzfristig wurden beim Verlassen der Fläche durch die Jury die Formen geändert – leider unbemerkt von unserem Team. Dadurch lief Amelie zunächst eine falsche Form. Ein eingelegter Protest wurde nach langer Beratung zwar abgelehnt, dennoch zeigte sie in ihrer zweiten Form eine starke Leistung und verpasste den Aufstieg nur denkbar knapp um 7 Hundertstel.
Maria Dödlinger traf bereits früh auf eine sehr starke Gegnerin aus Italien und musste sich trotz hoher Wertungen – darunter sogar eine 7,5 – knapp geschlagen geben.
Auch Lena Schlosser hatte mit der Zweitplatzierten der German Open aus den Niederlanden eine äußerst schwierige Gegnerin zugelost bekommen. Mit Wertungen von über 7,4 Punkten zeigte sie dennoch eine starke Vorstellung, musste sich jedoch ebenfalls geschlagen geben.
Im 3er-Team wartete Spanien – letztlich noch eine Nummer zu stark. Dennoch präsentierte sich unser Team kämpferisch und belegte den 5. Platz.
Für das Highlight des Tages sorgte Anna Obernauer: In Runde eins besiegte sie eine Gegnerin aus Polen, ehe sie in Runde zwei eine starke Spanierin ausschalten konnte – jene Nation, die später im Team sogar Medaillen gewann. In Runde drei kam es zum österreichischen Duell. Nach einer nahezu identischen ersten Form (lediglich 1/1000 Unterschied) konnte die Sportlerin aus Oberndorf in der zweiten Runde mit ihren besonders starken Yopchagis den Ausschlag geben.
Mit einem hervorragenden 9. Platz unter 43 Starterinnen sicherte sich Anna 5 Punkte für die Bundeskaderrangliste.
Tag 2 – President’s Cup
Auch am zweiten Wettkampftag zeigte unser Team starke Leistungen.
Im 3er-Team meinte es die Auslosung erneut nicht gut: „Zufällig“ warteten wieder dieselben spanischen Gegnerinnen wie am Vortag – sowohl die gestrigen als auch die späteren heutigen Siegerinnen. Trotz der starken Konkurrenz zeigte unser Team erneut eine sehr gute Leistung.
Anna Obernauer traf in Runde zwei erneut auf jene Spanierin, die sie tags zuvor besiegt hatte. Dieses Mal kamen die ausgelosten Formen ihrer Gegnerin entgegen, sodass Anna sich geschlagen geben musste und den 17. Platz belegte.
Auch Maria Dödlinger bekam in Runde zwei Spanien zugelost. Mit einer hochkonzentrierten Leistung und sogar noch besseren Wertungen als am Vortag präsentierte sie sich stark – die Gegnerin war jedoch erneut etwas stärker. Ebenfalls Platz 17.
Lena Schlosser gewann gegen die Niederlande die erste Form souverän, musste sich in der zweiten nach kleinen Patzern aber hauchdünn um nur 5 Hundertstel geschlagen geben und erreichte Rang 33.
Den stärksten Auftritt des Tages zeigte schließlich Amelie Schaller: Nach einem klaren Sieg gegen Finnland in Runde zwei wartete in Runde drei erneut Spanien. Dort musste sie sich zwar geschlagen geben, zeigte jedoch eine absolute Topleistung. Erstmals lief sie vier Formen mit über 8,0 Punkten und erreichte einen ausgezeichneten 9. Platz – inklusive ihrer ersten Kaderpunkte und damit ebenfalls ein Top-10-Ergebnis bei ihrem ersten Weltranglistenwochenende.
Nicht zu vergessen bleibt Martin Seelos, der beim President’s Cup ebenfalls ein starkes Ausrufezeichen setzte. Eine unglücklich verwackelte Kumgang-Form verhinderte zwar eine noch bessere Platzierung, dennoch durfte er sich über einen starken 9. Rang freuen.
Neben den sportlichen Erfolgen überzeugte unser Team auch abseits der Wettkampffläche: Der Zusammenhalt war hervorragend, die Stimmung ausgezeichnet, und unsere Sportlerinnen wurden von zahlreichen Nationen sowie mehreren Kampfrichtern positiv wahrgenommen und angesprochen.
Ein starkes Zeichen unserer SportlerInnen in London – mit viel Potenzial für die Zukunft!
















